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Jimu MeeBot Kit im Test: Kleiner Roboter für iOS-Nutzer

Interaktiven Robotic-Bausatz ausprobiert

von Marcus Jäger
Auch wenn man den MeeBot nicht unbedingt als humanoiden Roboter bezeichnen kann, haben wir den kleinen Helfer schnell ins Herz geschlossen.

Roboter sind mittlerweile nicht mehr nur der Industrie und Forschungseinrichtungen vorbehalten. Mit didaktischen Spielzeugen haben die Geräte nun auch schon Einzug in die Kinderzimmer dieser Welt gehalten. Einen Vertreter dieser Produktkategorie ist Jimu MeeBot. Er soll Kinder ab acht Jahren das Programmieren und die Robotik näher bringen. Gelingt das? Ein Test.

Inhaltsverzeichnis

  1. Lieferumfang
  2. App laden und los geht's
  3. Erste Gehversuche
  4. Programmierung
  5. Das gibt es noch zu sehen
  6. Das gefällt uns nicht so gut
  7. Preis und Verfügbarkeit
  8. Fazit

Das Jimu Robot MeeBot Kit ist ein kleiner Roboterbausatz, der auf den ersten Blick stark an Lego-Produkte wie Mindstorms oder WeDo 2.0 erinnert. Der Bausatz aus dem Hause Ubtech ist allerdings exklusiv für die Zusammenarbeit mit iOS-Geräten wie dem iPhone oder iPad ausgelegt.

Den Jimu Bot gibt es in verschiedenen Ausführungen, wobei der Grundbaustein immer der gleiche ist. Was der kleine Roboter-Baustein kann, haben wir für euch mit dem MeeBot Kit einmal ausprobiert.

Lieferumfang

Der MeeBot-Bausatz wird in einer außergewöhnlichen Verpackung geliefert. Klappt man die erste Klappe auf, begrüßt einen eine Schnellstartanleitung sowie eine Erklärung, was alles im Bausatz enthalten ist. Zudem findet sich hier ein QR-Code, der zum Download der benötigten App führt. Hinter der nächsten Klappe verstecken sich die einzelnen Bauteile - sortiert in sechs farbigen Boxen, darunter ein Ladegerät, das Hauptsteuergerät, sechs Servo-Motoren, Charakter-Bauteile, Verbinder und Verbindungsmittel. Außerdem findet sich auf der Klappe selbst eine Materialliste. In der Klappe ist eine weitere, ausführlichere Schnellstart-Anleitung zum Herausziehen enthalten.

App laden und los geht's

Bevor es mit dem Basteln losgeht, muss die Jimu-App heruntergeladen und die einzelnen Bauteile des Roboters ausgepackt werden. In der App wird anschließend der vorhandene Bausatz und das gewünschte Modell - in unserem Fall der putzige MeeBot - gewählt. Von einer Übersichtsseite aus lässt sich in die Kategorien "Bauen", "Handlungen", "Kodierung" und "Steuergerät" navigieren. Da unser Roboter noch nicht zusammengebaut ist, folgt zuerst ein Klick auf "Bauen".

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung liegt in der App als 3D-Animation vor. Wer den Roboter selbst programmieren möchte, greift auf einzelne Programmbausteine zurück.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung liegt in der App als 3D-Animation vor. Wer den Roboter selbst programmieren möchte, greift auf einzelne Programmbausteine zurück. (Quelle: netzwelt)

Die folgende Anleitung dürften auch die jüngsten Nutzer verstehen, Ubtech setzt hier auf eine Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive 3D-Animation und einer Grafik, die erklärt, welches Teil des Roboters gerade gebaut wird. Erkennt man nicht genau, wie ein bestimmtes Teil zu verwenden ist, kann die 3D-Animation gedreht und vergrößert werden.

Die einzelnen Servo-Motoren haben eine eigene ID - das Vertauschen dieser ist also fast unmöglich.
Die einzelnen Servo-Motoren haben eine eigene ID - das Vertauschen dieser ist also fast unmöglich. (Quelle: netzwelt)

Je nach Bauteil lassen sich die einzelnen Elemente des Roboters einfach ineinander stecken oder mit Hilfe von Lego-ähnlichen Stiften verbinden - wobei auch diese einfach nur in die zu verbindenden Bauteile gesteckt werden. Läuft das Zusammenstecken nicht ganz geschmeidig, ist ein hilfreiches Werkzeug im Lieferumfang enthalten. Dieses unterstützt beim Auseinanderbauen aber auch dabei, die Verbindungsstifte aus den Bauteilen zu lösen.

Das Hauptelement des Bausatzes sollte während dem Zusammenbauen schon aufgeladen werden, so erspart man sich die Wartezeit zwischen Zusammenbauen und Inbetriebnahme.

Jimu MeeBot Kit im Test

Erste Gehversuche

Ist der Roboter zusammengebaut, können die ersten Gehversuche unternommen werden. Dazu stehen in der Rubrik "Handlungen" einige Bewegungsabläufe zur Verfügung, die durch einen Fingertipp vom Roboter ausgeführt werden können. Hier sind einfache Bewegungen wie "Vorwärts" oder "Rückwärts" aber auch lustige Abläufe wie "Tanzen" oder "Verrücktes" enthalten. In der App-Rubrik "Handlungen" besteht zudem die Möglichkeit, eigene Handlungen zu erstellen, die später in der Funktion "Steuergerät" wiederzufinden sind.

Unter dem Menüpunkt "Handlungen" finden sich einige Bewegungsabläufe, die per Tipp angerufen werden können.

Unter der Rubrik "Steuergerät" stehen jeweils vier Schalter für einfache Bewegungen und kompliziertere Bewegungsabläufe bereit. Das digitale Steuergerät kann bei Bedarf erweitert werden - dazu steht ein Schieberegler zum Einstellen der Ausrichtung einzelner Servo-Motoren sowie die selbst erstellten Handlungen zur Verfügung.

Programmierung

Nachdem die ersten Schritte mit dem MeeBot gemacht sind und einige eigene Handlungen erstellt worden sind, kann zum Programmieren von eigenen Programmabläufen übergegangen werden. Wer bei dem Wort "Programmieren" nun an endlose Textzeilen denkt, der muss sich keine Sorgen machen, denn die Jimu-App greift hier auf ein Bausteinprinzip zurück. Programmabläufe können einfach durch das Aneinanderreihen von verschiedenen Bausteinen erstellt werden.

Wer nicht nur spielen, sondern auch lernen möchte, der schaut sich sein eigenes Programm als Apple Swift-Code an.
Wer nicht nur spielen, sondern auch lernen möchte, der schaut sich sein eigenes Programm als Apple Swift-Code an. (Quelle: netzwelt)

Die Bausteine sind dabei in die Kategorien "Moves", "Control", "Events", "Show", "Sensors" und "Math" unterteilt. Moves enthält diverse Bewegungen, Control bietet verschiedene Strukturen für die erweiterte Kontrolle von Abläufen und Events können zum Beeinflussen dieser verwendet werden. Zudem können Daten von - zusätzlich erhältlichen - Sensoren eingelesen und genutzt werden und mit den Funktionen aus dem Bereich "Math" lassen sich Zufallszahlen generieren, Variablen nutzen und mehr. Mit Funktionen aus dem Reiter "Show" besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Töne abzuspielen, Emojis anzuzeigen oder alle LEDs des Roboters aufleuchten zu lassen.

Wer nicht nur die Bausteine vor sich haben, sondern den Programmcode dahinter verstehen möchte, der lässt sich diesen mit einem Klick auf entsprechende Schaltfläche einfach anzeigen. Der Jimu Robot verwendet Apples hauseigene Programmiersprache Swift. Bearbeiten lässt sich der Code allerdings nicht.

Das gibt es noch zu sehen

Neben den eigentlichen Funktionen der App gibt es noch eine Community, in der die eigenen Modelle mit anderen geteilt werden können. Beiträge lassen sich in der Community mit Likes und Kommentaren versehen - auch das Chatten mit anderen Mitgliedern ist möglich. Leider ist der meiste Inhalt in Englisch oder Chinesisch. Ein umfangreiches Lernprogramm klärt zudem über die einzelnen Bauteile, das Zusammenbauen und Anschließen sowie die Handlungen und das Programmieren des MeeBot's auf.

Das gefällt uns nicht so gut

Auch wenn der MeeBot ein gutes Gesamtbild abgibt, haben wir einige Kritikpunkte anzumerken. So könnten die 3D-Bilder etwas größer sein - hier kann aber auch einfach gezoomt oder ein iPad genutzt werden. Zudem hätten wir uns gewünscht, dass der Programmcode des Roboters bearbeitet und nicht nur angesehen werden kann - für Personen, die den Umgang mit Programmiersprachen lernen, dürfte solch eine Funktion sehr hilfreich sein.

Preis und Verfügbarkeit

Den Ubtech Jimu Robot MeeBot-Bausatz könnt ihr nur im Apple Store kaufen. Der Bausatz kostet rund 140 Euro. Neben dem MeeBot-Bausatz steht außerdem ein Ergänzungsbausatz für Tiere für 75 Euro sowie ein weiterer Komplettbausatz für einen Roboter im Wall-E-Stil für rund 160 Euro zum Kauf zur Verfügung.

UBTECH Jimu Robot MeeBot Kit: Fazit

Einstieg in die Robotik leicht gemacht 6.2/10

Mit einem Preis von rund 140 Euro erhaltet ihr mit dem MeeBot Kit einen raffinierten Robotik-Bausatz, mit dem auch Kinder klarkommen sollten. Erste Aktionen können schon direkt nach dem Zusammenbauen ausgeführt werden, komplizierte Programme können ganz einfach selbst programmiert werden. Schade ist, dass der Programmcode nicht bearbeitet, sondern nur eingesehen werden kann. Ohne Zukauf weiterer Teile schwindet die Motivation mit dem MeeBot zu spielen zudem schnell.

Das hat uns gefallen

  • Auch für junge Personen verständlich
  • Bauteile können einfach ineinander gesteckt werden
  • Erste Aktionen direkt nach Zusammenbau
  • Austauschbarer Akku

Das hat uns nicht gefallen

  • Programmcode lässt sich nicht bearbeiten
  • Sensoren müssen separat gekauft werden
  • App teils falsch übersetzt
  • Community größtenteils in Chinesisch oder Englisch
  • nur mit Apple-Geräten nutzbar
Testnote 6,2 von 10
Marcus Jäger
Bewertet von Marcus Jäger
9,0 / 10
Verarbeitung
7,0 / 10
Spielspaß
6,0 / 10
Lerneffekt
3,0 / 10
Langzeit-Motivation
Informationen zum Leihgerät

Der Bausatz wurde uns kostenlos als Testgerät zur Verfügung gestellt und wird nach dem Test zurückgesandt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

8
Leserwertung

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

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