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Kodi: So richtet ihr einen VPN ein

VPN in Kodi nutzen

von Christian Rentrop
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VPN unter Kodi einrichten hat einige interessante Vorteile: Nutzt ihr etwa inoffizielle Add-Ons für das Streaming von Serien und Filmen, seid ihr geschützt. Außerdem erlauben VPN-Dienste den Zugriff auf Inhalte, die in Deutschland vielleicht gesperrt sind. Wir zeigen, wie ihr einen VPN in Kodi verwenden könnt - und welche Anbieter sich dafür besonders gut eignen.

Diese Anleitung bezieht sich auf das Problem Wie richte ich den MediaPlayer Kodi ein?. Wir haben 3 weitere Anleitungen hierzu.

Um den Schritten in der Anleitung folgen zu können, benötigst du "Kodi" auf deinem PC, Smartphone oder Tablet.


Inhaltsverzeichnis

  1. Variante 1: VPN auf Endgerät aktivieren
  2. Variante 2: VPN per Router nutzen
  3. Variante 3: Kodi direkt mit einem VPN-Anbieter verbinden
  4. Welche VPN-Anbieter funktionieren mit Kodi?

VPN-Dienstleister schützen eure Privatsphäre, indem sie eure IP-Adresse verschleiern. Der Vorteil: Niemand kann euch mehr anhand der IP-Adresse zurückverfolgen, vielmehr landen Ermittler beim VPN-Anbieter. Dessen Qualität steht und fällt natürlich daran, ob er selbst trackt, wer wann über welche IP oder welche Websites gesurft ist. Gute VPN-Dienstleister merken sich diese Daten jedoch nicht und geben sie dementsprechend nicht heraus.

Doch es gibt noch einen anderen Vorteil von VPN: Ihr könnt gegebenenfalls das Land, dessen IP-Adresse ihr verwenden möchtet, selbst bestimmen. Wählt Ihr etwa eine US-IP-Adresse, könnt Ihr auf Inhalte zugreifen, die sonst via Geoblocking für deutsche Kunden gesperrt sind. Unter Kodi ist das natürlich ausgesprochen sinnvoll.

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Grundsätzlich könnt ihr VPN mit jeder Kodi-Installation nutzen, egal, ob sie auf dem PC, Mac oder einem Linux-Rechner wie dem Raspberry Pi läuft. Allerdings gibt es je nach System unterschiedliche Wege, den VPN-Dienst einzurichten und zu verwenden. Am einfachsten ist die Variante über das Endgerät: Wenn auf eurem PC oder Mac bereits ein VPN-Dienst installiert ist, müsst ihr den einfach nur einschalten, bevor ihr Kodi startet. Das geht in aller Regel über die Taskleisten-Icons der VPN-Software:

Variante 1: VPN auf Endgerät aktivieren

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So geht's

VPN einschalten. Gegebenenfalls Ausgangspunkt-Land auswählen.

Kodi starten und über VPN nutzen.

Variante 2: VPN per Router nutzen

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So geht's

Die zweite Variante ist die Verwendung eines VPN-Dienstes direkt über den Router. Der Vorteil dieser Lösung: Alle Geräte sind sofort geschützt, eine weitere Einrichtung ist zunächst nicht mehr nötig. Allerdings hat diese Variante einen Haken: Nur sehr wenige Router - etwa einige Modelle von ASUS - besitzen eine entsprechende Funktion, um VPN korrekt direkt auf dem Gerät einzusetzen.

Dabei darf ein "VPN-Anbieter" nicht mit "normalem VPN" verwechselt werden: So kann die weit verbreitete FritzBox durchaus ein reguläres "Firmen-VPN" aufbauen, eine Unterstützung für VPN-Dienstleister und die dafür notwendigen Protokolle wie OpenVPN fehlt dem Router jedoch, weshalb diese Variante für die meisten User nicht durchführbar sein dürfte.

Variante 3: Kodi direkt mit einem VPN-Anbieter verbinden

Hier kommt dann auch die dritte Alternative ins Spiel: Die direkte Verbindung von Kodi mit einem VPN-Dienst. Das wird vor allem dann relevant, wenn zum Beispiel keine Clients des VPN-Anbieters für das verwendete Betriebssystem vorliegen. Bei Linux ist das gar nicht so selten, und da zum Beispiel der Raspberry-Pi, der gerne als Kodi-Mediabox genutzt wird, ebenfalls Linux als Grundlage verwendet, muss hier der VPN-Dienst manuell in Kodi eingerichtet werden. Diese Lösung lohnt sich aber auch auf anderen Endgeräte, etwa wenn nur Kodi über VPN laufen soll, nicht jedoch der ganze Rechner.

Um VPN direkt in Kodi aufzusetzen, benötigt Ihr den Kodi VPN Manager aus dem Zomboided Repository. Der ist allerdings kein "offizielles" Add-On, Ihr müsst es deshalb per ZIP-Datei einspielen. Und das geht so:

Schritt 1 - VPN in Kodi einrichten: So geht’s:

Ladet das Zomboided-Add-On über den Browser eures Basis-Systems (Windows, Linux, MacOS) herunter. []

Öffnet im Menü "Addons" den Paketmanager. []

Wählt "Aus ZIP-Datei installieren".

Navigiert in der Maske zu Eurem Download-Ordner und wählt die service.vpn.manager-XXX.zip (XXX steht für die Versionsnummer) aus und klickt sie an.

Der VPN-Manager wird jetzt automatisch installiert. Anschließend seht ihr dessen Einrichtungsmaske.

Wählt jetzt unter "VPN-Configurations" euren VPN-Anbieter aus. Die Liste enthält viele, aber nicht alle Anbieter. Gebt danach den Benutzernamen und das Passwort ein und klickt "OK". Kodi verbindet sich nach einem Neustart automatisch mit dem eingerichteten VPN-Anbieter.

Praktischerweise könnt Ihr auch Add-Ons ausklammern oder mehrere VPN-Verbindungen einsetzen, je nach Add-On. Dabei hilft Euch der Menüpunkt "Add-On-Filter" in den VPN-Manager-Einstellungen.

Um zu prüfen, ob ihr per Kodi-VPN verbunden seid, könnt ihr in den Kodi-Einstellungen den Punkt "Systeminfo" aufrufen und hier "Netzwerk" wählen: Ist VPN korrekt aufgesetzt, habt ihr in Kodi einen "exotischen" DNS-Server und nicht mehr den eures Providers.

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Schritt 2 - OpenVPN installieren

Es gibt allerdings einen kleinen Haken: Falls Ihr noch nicht OpenVPN installiert habt, klappt die ganze Geschichte nicht. Deshalb solltet ihr das, falls der VPN-Manager nicht funktioniert, vorher noch machen. Unter Windows müsst Ihr dafür einfach den jeweiligen Client von unserer OpenVPN-Downloadseite oder von der Herstellerseite [] installieren.

Unter Linux gebt ihr dagegen einfach folgende Befehle im Terminal ein: sudo apt-get update sudo apt-get install openvpn

Anschließend solltet ihr den Rechner einmal neu starten, damit alles klappt. Übrigens: Mac-User können diese Variante nicht verwenden, sie müssen im MacOS-Basissystem den Client des VPN-Anbieters verwenden, können also nicht Kodi allein über VPN verbinden.

Welche VPN-Anbieter funktionieren mit Kodi?

Wenn Ihr euch jetzt fragt, welchen VPN-Anbieter ihr mit Kodi benutzen könnt, ist die Antwort einfach: Es hängt von der von euch verwendeten Methode und eurem Betriebssystem ab! Grundsätzlich gilt: Wenn ihr die "einfache" Methode wählt, also Kodi einfach über die VPN-Verbindung des Basis-Systems laufen lasst, funktioniert jeder VPN-Dienstleister, der einen Client für euer System bereitstellt. Die besten im Netzwelt-Check sind:

Alle diese Anbieter bieten Clients für Windows, MacOS, Android und iOS, zusätzlich stellen manche der Anbieter auch Linux-Clients zur Verfügung. Alternativ könnt Ihr die OpenVPN-Verbindungen der Anbieter direkt mit einem ASUS-Router oder Linux verwenden, sofern diese von den Anbietern bereitgestellt werden.

Für die Variante der direkten Implementierung in Kodi via Zomboided VPN Manager funktionieren ebenfalls alle VPN-Dienste, die OpenVPN-Verbindungsdaten anbieten. Außerdem könnt ihr direkt in der Liste der Anbieter euren Anbieter auswählen. Mit anderen Worten: Ihr könnt jeden VPN-Anbieter mit Kodi nutzen, solange er nur OpenVPN-Verbindungsdaten oder einen Client für das Basis-Betriebssystem zur Verfügung stellt. Und das sind fast alle. Trotzdem solltet ihr, wenn Ihr einen VPN-Anbieter neu auswählt, zunächst schauen, ob die Infos oder Apps auch verfügbar sind - nur so könnt ihr sicherstellen, Kodi mit VPN in jedem denkbaren Szenario nutzen zu können.

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