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Outdoor-Handys im Test: Wasserdichte Smartphones im Vergleich

Für Sport und Freizeit

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von Jan Kluczniok
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Joggen im Regen oder Klettern im Hochseilgarten - wer bei solchen Aktivitäten nicht auf ein Smartphone verzichten will, der sollte zu einem robusten Handy greifen. Doch die Wahl ist nicht leicht: Neben klobigen Outdoor-Handys buhlen auch Smartphones mit wasserdichtem Gehäuse nach IP67 oder IP68 um aktive Nutzer. Wo liegt der Unterschied? Und welches Modell ist das richtige für euch? Unser Vergleich von wasserdichten Smartphones und Outdoor-Handys verrät es euch.

Outdoor-Smartphones trotzen Wind und Wetter.
Outdoor-Smartphones trotzen Wind und Wetter. (Quelle: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. Wasserdicht ist nicht gleich Outdoor
  2. Das bedeuten IP68, IP67 und Co
  3. Outdoor-Smartphones im Vergleich
  4. Das beste Smartphone für Sport- und Freizeit
  5. Die Alternative: Schutz durch spezielle Cover
  6. So testet netzwelt
  7. Testfeld im Überblick

Smartphones sind für viele Nutzer zum Dauerbegleiter geworden. Doch die Telefone sind weniger robust als ältere Handys. Gerade bei Sport- und Freizeitaktivitäten ist daher Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zu einem Outdoor-Gerät greifen. Beim Kauf eines entsprechenden Geräts gilt es jedoch einiges zu beachten. Das fängt bereits bei der Definition "Outdoor" an. So gibt es am Markt derzeit zwei Arten von "Outdoor-Smartphones": Neben echten Outdoor-Geräten werben mittlerweile auch zahlreiche Hersteller damit, dass ihr Smartphone staub und wasserdicht ist - gemeint ist damit, dass die Geräte eine sogenannte IP-Zertifizierung besitzen.

Wasserdicht ist nicht gleich Outdoor

Die Abkürzung "IP" steht dabei für International Protection (Internationale Schutzarten), häufig wird "IP" aber auch mit Ingress Protection übersetzt. Zu deutsch bedeutet "Ingress Protection" so viel wie Schutz vor Eindringlingen. Mit Eindringlingen sind dabei Staub und Wasser gemeint. Der Schutz kann unterschiedlich stark ausfallen. Einige Smartphones sind etwa nur gegen Regen geschützt, andere lassen sich dagegen sogar untertauchen. Der Schutzgrad wird mit zwei Ziffern hinter der Abkürzung "IP" beschrieben. Am Markt finden sich aktuell vor allem Smartphones mit den IP-Schutzklassen 53, 67 und 68.

Smartphones mit wasserdichtem Gehäuse

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Das bedeuten IP68, IP67 und Co

Doch was bedeutet IP68, IP67 oder IP53 nun? Die erste Ziffer beschreibt den Grad des Berührungsschutzes - auch Fremdkörperschutz genannt. Eine "0" bedeutet kein Schutz, "6" bedeutet das Gerät ist staubdicht. Die zweite Ziffer klassifiziert den Schutz gegen Wasser. Eine "0" bedeutet hier ebenfalls kein Schutz, der höchster Schutzgrad ist eine "9". Das Galaxy S8 besitzt zum Beispiel die Schutzart IP68, damit ist das Gerät staubdicht sowie gegen eindringendes Wasser geschützt - selbst, wenn es tiefer als einen Meter ins Wasser getaucht wird. Der Hersteller kann diesen Schutz jedoch Einschränken. Laut Samsung gilt dies nur bis zu einer Wassertiefe von 1,5 Metern und bis zu 30 Minuten.

Vereinzelt werdet ihr auf Angaben wie "IPX3" treffen und euch fragen, was das "X" zu bedeuten hat. Hiermit wird angegeben, dass die jeweilige Kennziffer nicht für das Gerät relevant ist beziehungsweise der Hersteller die Schutzart nicht klassifiziert hat.

Die nachfolgende Tabelle gibt euch einen Überblick über die einzelnen Schutzgrade:

Schutzgrad Staub Bedeutung Schutzgrad Wasser Bedeutung
0 kein Schutz 0 kein Schutz
1 Geschützt gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 Millimeter sowie Zugang mit dem Handrücken 1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Geschützt gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 Millimeter sowie Zugang mit einem Finger 2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15 Grad geneigt ist
3 Geschützt gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 Millimeter sowie Zugang mit einem Werkzeug 3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60 Grad gegen die Senkrechte
4 Geschützt gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1,0 Millimeter sowie Zugang mit einem Draht 4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Geschützt gegen Staub in schädlicher Menge, vollständiger Schutz gegen Berührung 5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Staubdicht, vollständiger Schutz gegen Berührung 6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen Untertauchen bis zu 1 Meter
8 Schutz gegen Untertauchen tiefer als 1 Meter
9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

Die IP-Zertifizierung bezieht sich jedoch stets nur auf den Kontakt mit klarem Wasser. Setzt ihr das Smartphone anderen Flüssigkeiten als Leitungswasser aus, greift der Schutz mitunter nicht oder ist nur für eine kürzere Zeit als die vom Hersteller genannte Spanne gegeben. Sorgt der Kontakt mit einer anderen Flüssigkeit für einen Schaden, ist dies also mitunter kein Garantiefall. Bitte beachtet hierzu die Hinweise des jeweiligen Herstellers in der Bedienungsanleitung.

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Der Schutzgrad wasserdichter Smartphones reicht zumeist aus, um die Geräte vor Schäden im Alltag zu bewahren. Ein umgekipptes Glas Wasser oder ein ungewollter Fall in die Toilette sind für das Galaxy S8 nicht so dramatisch, wie für Modelle ohne Wasserschutz. Eine Zertifizierung nach IP-Schutzart macht aus einem Smartphone aber noch kein Outdoor-Smartphone. Echte Outdoor-Smartphones bieten nicht nur Schutz vor eindringendem Wasser und Staub, sondern trotzen auch Stößen, Vibrationen, Stürzen und extremen Temperaturen. Das macht sie auch zu zuverlässigen Begleitern beim Klettern, Joggen oder einer Radtour mit dem Moutain Bike. Ihre Robustheit sieht man den Smartphones jedoch an. Die Gehäuse sind zumeist mit einer Gummiummantelung überzogen und deshalb deutlich dicker als herkömmliche Smartphones.

Outdoor-Smartphones im Vergleich

Entsprechende Modelle sind mittlerweile selten geworden. Vor allem drei Hersteller bieten derzeit Outdoor-Smartphones an: Archos, CAT (Bullitt Mobile) und Samsung. Motorola und Sony haben sich aus dem Markt zurückgezogen, und bieten nur noch wasserdichte Smartphones an. In Sachen Robustheit unterscheiden sich die Geräte zumeist nicht. Allerdings wird diese Robustheit unterschiedlich erzielt. So dichten CAT (S60) und Kyocera (Torque KC-S701) etwa die Anschlüsse ihrer Smartphones mit Verschlusskappen gegen eindringendes Wasser ab. Dies bedeutet für den Nutzer: Will er das Smartphone laden oder Kopfhörer anschließen, muss er stets die Kappen entfernen.

Dies ist nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich. Werden die Kappen beschädigt, ist der Wasser- und Staubschutz dahin. Beim Galaxy Xcover 4 von Samsung sind die Anschlüsse dagegen offenliegend. Eine Versiegelung schützt das Gehäuse vor eindringendem Wasser. Die Robustheit hat bei allen Geräten ihren Preis. In der Regel erhaltet ihr für den Preis eines Outdoor-Smartphones wesentlich besser ausgestattete reguläre Smartphones.

Das beste Smartphone für Sport- und Freizeit

Welches Outdoor-Smartphone konnte uns im Vergleich nun überzeugen? Wer nach einem robusten Begleiter für Sport- und Freizeit sucht, macht mit dem Kauf des Galaxy Xcover 4 von Samsung nichts verkehrt. Für derzeit knapp 200 Euro erhaltet ihr hier ein robustes Smartphone mit solider Ausstattung, wechselbaren Akku, brauchbarer Kamera und einer halbwegs aktuellen Android-Version. Zudem entfällt das nervige Öffnen und Schließen der Verschlussklappen an den Anschlüssen. Damit hebt sich das Xcover 4 deutlich von der Konkurrenz ab.

Für den täglichen Einsatz im Beruf - etwa auf der Baustelle - raten wir dagegen zum Kauf des CAT S60 oder des bereits etwas älteren Kyocera Torque KC-S701. Beide Smartphones sind für den professionellen Einsatz konzipiert und bieten entsprechende Zusatzfeatures - etwa eine Wärmebildkamera oder einen speziellen Lautsprecher, sodass ihr selbst in lauten Umgebungen telefonieren könnt. Neben den genannten Modellen gibt es noch einmal speziellere Outdoor-Smartphones für bestimmte Berufsgruppen. Diese weisen zum Beispiel einen zusätzlichen Schutz vor Explosionen auf.

Die Alternative: Schutz durch spezielle Cover

Prinzipiell lässt sich jedes Smartphone mithilfe von speziellen Schutzhüllen zum Outdoor-Begleiter aufrüsten. Bekannte Hersteller sind hier etwa CAT, LifeProof oder OtterBox. Zu beachten ist, wovor diese Hüllen wirklich schützen. So bieten etwa die Cases des Herstellers OtterBox zumeist keinen Wasserschutz. Damit die Hülle optimal passt, solltet ihr nur ein Case kaufen, das speziell für euer Smartphone entwickelt wurde. Achtet beim Kauf zudem darauf, dass sich das Smartphone auch in der Hülle noch bedienen lässt und ihr Zugriff auf alle Anschlüsse habt.

So testet netzwelt

Wie testet netzwelt? Statt Leser mit Zahlen zu überschütten haben wir uns bei den Einzeltests für ein praxisnahes Testschema entschieden. Wir nutzen die Geräte in der Redaktion und im Alltag. Wir fotografieren, telefonieren und spielen damit. Ziel ist es, Stärken und Schwächen des Geräts zu ermitteln und eine Einschätzung zu geben, für welche Art von Nutzer das Smartphone geeignet ist. Unsere Wertung setzt sich aus fünf Einzelwertungen ("Design und Verarbeitung", "Ausstattung, Leistung und Bedienung", "Sprachqualität und Akkulaufzeit und "Multimedia") zusammen.

So testet netzwelt

Unsere Tester verschaffen sich zunächst einen Marktüberblick und erfassen alle in Frage kommenden Modelle. Dabei werden neben bekannten Marken auch kleinere Hersteller berücksichtigt. Aus dieser Masse an Geräten werden die aus Sicht der Redaktion relevanten Modelle einzeln getestet und die Testergebnisse gegenüber gestellt.

7
Modelle getestet
140
Stunden aufgewendet

Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Das kommt etwa dann infrage, wenn eines der Kriterien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist. Bei Outdoor-Smartphones legen wir etwa ein besonderes Augenmerk auf die Robustheit und prüfen Stoß- und Wasserschutz in Alltagsszenarien. Wer wir sind, wie wir unsere Testgeräte beziehen und wie sich netzwelt finanziert, erfahrt ihr auf unserer Transparenzseite.

Bestenliste: Outdoor-Handys im Test: Wasserdichte Smartphones im Vergleich

In der folgenden Bestenliste findet ihr alle von uns getesteten Outdoor-Smartphones. Mit einem Klick gelangt ihr zum jeweiligen Testbericht. Da nicht jedes Jahr neue Outdoor-Smartphones erscheinen, führen wir in der Liste auch Modelle, die drei Jahre alt sind. Üblicherweise listen wir in unseren Smartphone-Bestenlisten nur Geräte mit einem Alter von bis zu zwei Jahren.

* Hinweis: Um der stetig voranschreitenden technischen Entwicklung Rechnung zu tragen, werten wir jedes Hardware-Produkt in unseren Bestenlisten jeden Monat um 0,1 Punkte ab. Die ursprüngliche Bewertung seht ihr im Testbericht oder ihr fahrt mit der Maus über die Note.

  • 7.5 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    7.9

    Land Rover Explore


    Sehr lange Akkulaufzeit, robustes Gehäuse, starker GPS-Empfang: Die Anforderung an ein gutes Outdoor-Smartphone erfüllt das Land Rover Explore mit Bravour. Dem stehen ein hohes Gewicht und wenig kompakte Abmessungen gegenüber. Und auch auf einen Fingerabdruckscanner müsst ihr verzichten.

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  • 4.5 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    8.4

    Kyocera Torque KC-S701


    Das Kyocera Torque hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Auch wenn die Spezifikationen nicht ganz dem aktuellen Stand der Technik entsprechen: Wer beruflich oder privat oft in rauen Umgebungen unterwegs ist und dennoch nicht auf die Annehmlichkeiten eines modernen Smartphones verzichten will, ist hier gut aufgehoben.

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  • 4.4 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    7.8

    Samsung Galaxy Xcover 3


    Mit dem Galaxy Xcover 3 (VE) erweitert Samsung den Markt für Outdoor-Smartphones um ein interessantes Modell. Endlich müssen Nutzer für die Robustheit keine Kompromisse mehr beim Design eingehen. Größere Schwachpunkte gibt es nicht. Einzig die fehlende Filterung von Störgeräuschen beim Telefonieren trübt den guten Eindruck ein wenig.

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  • 3.8 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    5.9

    Archos 50 Saphir


    Das Archos 50 Saphir gefällt im Test mit seinem robusten und dennoch handlichen Gehäuse. Eine Überraschung ist die Kamera. Bei vielen Outdoor-Geräten ist dies die Schwachstelle, beim Archos 50 Saphir verrichtet sie jedoch ihre Arbeit zufriedenstellend. Stattdessen enttäuscht der Akku. Von der 5.000-Milliamperestunden-Batterie hätten wir uns eine wesentlich längere Laufzeit erhofft. So bleibt das Archos 50 Saphir unterm Strich nur ein durchschnittliches Outdoor-Smartphone.

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  • 0.9 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    5.0

    CAT S50


    Outdoor-Smartphones müssen nicht nur robust sein, sondern auch als Mobiltelefon überzeugen. Das gelingt dem CAT S50 im Test nicht. Die Kamera ist mies, der Bildschirm lässt sich im Freien kaum ablesen, und Apps lassen sich nicht auf die Speicherkarte auslagern. Drei Kritikpunkte, die gegen das CAT S50 und für einen Konkurrenten wie das Kyocera Torque oder das Samsung Galaxy Xcover 3 sprechen.

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  • 0.0 * Ursprüngliche-Testwertung vom
    4.8

    CAT B15Q


    Das CAT B15Q ist ein Smartphone, das ihr nicht mit sanften Handschuhen anpacken müsst. Es ist nicht unkaputtbar, hält jedoch eine Menge aus. Leider krankt es wie bereits beim CAT-Erstling B10 an der Hardware. Vor allem der magere Gerätespeicher disqualifiziert das Smartphone für den Praxiseinsatz. Auch beim Bildschirm muss CAT nachbessern.

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Nicht für alle von uns getesteten Produkte vergeben wir eine Note. Dies kann unterschiedliche Gründe haben.

Einige Produkte konnten wir zum Beispiel nur kurz auf einer Messe ausprobieren und nicht längere Zeit einem redaktionellen Test unterziehen.

Zudem vergeben wir erst seit 2014 Testnoten. Auf eine nachträgliche Bewertung älterer Produkte haben wir bewusst verzichtet.

In dieser Bestenliste findet ihr nachfolgend alle von uns getesteten Produkte ohne Note. Die angezeigte Bewertung spiegelt die Meinung unserer Leser wieder.

Weitere Smartphone-Bestenlisten

Eine komplette Übersicht aller Produkte findet ihr hier: Smartphone - Alle Produkte und Testberichte. Sucht ihr nach speziellen Preisspannen, Funktionen oder ähnliches, helfen euch unsere anderen Bestenlisten zum Thema weiter.

8
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  1. KlausV · 

    Outdoorhandies getestet, aber Blackview und Dogee sind außen vor. Ist wie PKW Test ohne VW

    1. Gastkommentar · 

      ist mir auch aufgefallen - hatte ein BV6000 und war sehr zufrieden.