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Spieletest: Die Siedler - Aufstieg eines Königreichs

Stimmung auf dem Siedelpunkt

von Michael Dees
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Die Siedler als Diebe? Auf ihrer neuesten Baustelle tragen die Malocher fleißig Materialien aus anderen Aufbauspielen zusammen. Zwei Schaufeln "Anno", eine Spatenspitze "Caesar", eine Schubkarre voller "Stronghold". Für ein paar eigene Ideen bleibt dennoch Platz. Und auch wenn das Grundgerüst des Urspiels nur noch zu erahnen ist, steht der jüngste Siedler-Anbau auf einem soliden Fundament.

Eine bessere Einstimmung auf ein mittelalterliches Aufbauspiel können sich Strategen kaum wünschen. Der ungemein atmosphärische Auftaktfilm des neuen Siedlerspiels zeigt eine blühende Stadt, in der Händler Waren feil bieten, Gaukler Feuer spucken und Edelleute mit Fechtkünsten prahlen. Mittelalter pur. Der gute Eindruck setzt sich fort, wenn die märchenhafte Spielegrafik erste Details zu erkennen gibt, wobei speziell die Animation des Tierreichs Bestnoten verdient.

Kauende Kiefer, bebende Busen

Im Wasser schlagen Fische mit den Flossen, umschwärmen wogendes Seegras. Wildtiere, Hasen und Kühe können realistisch die Ohren verdrehen und Schafe stecken ihre Köpfe nicht bloß in Grastexturen, sie kauen, öffnen und schließen den Mund mit dem für Wiederkäuer typischen Schlingern des Unterkiefers. Jedem Tier, von der Krabbe bis zum Elefanten, haben die Entwickler Leben eingehaucht.

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs

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Entwarnung auch für die Ohren. Nach dem grausam gescheiterten Mundartexperiment der letzten Siedlergeneration wurde den Arbeitern zwar kein Maulkorb verpasst, die Jäger, Holzfäller und Handwerker melden sich aber nur zu Wort, wenn sie durch einen Klick auf das entsprechende Personenporträt dazu aufgefordert werden. Dann artikulieren die Siedler in neutralem Deutsch ihre Bedürfnisse oder klagen über etwaige Engpässe in der Produktion. Die Direktsteuerung bezieht sich nur noch auf das Militär, das allerdings regelmäßig in Aktion tritt.

Dennoch ist das Verhältnis zwischen Aufbau und Kampf ausgewogen. Rein friedliches Siedeln ist bedingt im Sandkastenmodus möglich oder nach Absprache im Multiplayerspiel über LAN oder Internet. In der Kampagne klirren die Schwerter regelmäßig. Unter der Führung wechselnder Befehlshaber, Helden mit einzigartigen Fähigkeiten, ziehen gemischte Kampfverbände gegen Banditen, Schurken und Eroberer zu Felde. Angriffe auf Außenposten, durch deren Bau/Eroberung neue Gebiete und Ressourcen erschlossen werden, trägt die feindliche Computerintelligenz selten vor.

Vom Landvogt bis zum Herzog: Sind alle erforderlichen Gebäude errichtet und die Bedürfnisse der Siedler befriedigt, winkt ein neuer Rang und die Gebäudeliste wächst.
Vom Landvogt bis zum Herzog: Sind alle erforderlichen Gebäude errichtet und die Bedürfnisse der Siedler befriedigt, winkt ein neuer Rang und die Gebäudeliste wächst.
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