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IO Hawk Cross im Test: Offroad-Hoverboard mit möglicher Straßenzulassung

Mit 15 km/h über Stock und Stein

Das IO Hawk Cross gilt als eines der sichersten Hoverboards weltweit.

8,5 Zoll große Gummireifen und ein Gewicht von 14,5 Kilogramm: Das Hoverboard IO Hawk Cross ist kein Kinderspielzeug. Wir schießen alle Warnungen in den Wind, spielen ein paar Beats über den eingebauten Bluetooth-Speaker ab und fühlen dem bis zu 15 km/h schnellen Elektrofahrzeug im Test auf den Zahn.

Inhaltsverzeichnis

  1. "Eierhawk"
  2. Erstaunlich kurze Eingewöhnungszeit und eingebaute Blinker
  3. Verschiedene Fahrmodi per App steuerbar
  4. Das geht im Gelände …
  5. … und das eher nicht
  6. Teilnahme im Straßenverkehr
  7. Das ist uns sonst noch aufgefallen
  8. Fazit

Die Bedienungsanleitung zum IO Hawk Cross beginnt einschüchternd: Unbedingt Helm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschoner tragen! Die Hinweise gelten der Fahrsicherheit. Die Angst um die generelle Sicherheit bei selbstbalancierenden Boards will der Hersteller uns mit einem Hinweis auf das Sicherheitszertifikat UL 2272 nehmen. Aber bevor wir uns hier in weiteren technischen Details und Warnhinweisen verlieren das Wichtigste zuerst: Das Fahren auf dem IO Hawk Cross macht unglaublich viel Spaß!

IO Hawk Cross im Test

Dem von der US-Marktaufsichtsbehörde Underwriters Laboratories (UL) ausgestellten Siegel liegen eingehende Sicherheitstest zugrunde. Diese umfassen beispielsweise den Akku, das verwendete Material und die Steuerungselektronik. IO Hawk selbst bezeichnet das Modell Cross daher als eines der sichersten Hoverboards der Welt.

Dass Standards dieser Art wichtig sind, zeigt ein Blick in die USA. Hier wurden im Sommer über 500.000 Hoverboards auf Grund minderwertiger Komponenten, allen voran problematischer Akkus, aus dem Verkehr gezogen.

"Eierhawk"

Modelle von IO Hawk waren laut Unternehmensauskunft nicht dabei, dabei konnte IO Hawk bereits über eine Million Boards verkaufen und genießt den Ruf eines Marktführers. Beispiel gefällig? Im Park, bei einer unser ersten Ausfahrten mit dem Cross, wurden wir von einem 10-jährigen Jungen angesprochen, ob dies wohl ein neues "Eierhawk"-Modell sei?

Das "Intelligent Personal Mobility Device" flößt Respekt ein. Das beginnt schon beim Herauswuchten des rund 850 Euro teuren Gadgets (Einführungspreis) aus dem Karton. Knapp 15 Kilogramm Elektronik gilt es zu befreien und auf die grobstolligen Hartgummireifen zu stellen.

Erstaunlich kurze Eingewöhnungszeit und eingebaute Blinker

Nach einem Druck auf den Power-Schalter an der Unterseite des Boards erwachen die zahlreich verbauten LED. Nach vorne strahlen zwei weiße LED, hinten gibt es rote Leuchtdioden. Clever: die roten LED signalisieren rückwärtigen Verkehrsteilnehmern, in welche Richtung ihr euch mit dem Hoverboard bewegt.

Die Bedienung ist erstaunlich intuitiv. Etwas knifflig ist lediglich der erste Schritt aufs Board, da die Elektronik unmittelbar erkennt, wann ein Fuß aufliegt. Jetzt schnell den anderen Fuß, als ob man auf eine Treppenstufe tritt, nachziehen und die Balance halten.

Dem ersten ruhigen Stehen auf dem selbstbalancierenden Board folgt rasch das zweite Erfolgserlebnis, das eigenständige Fahren. Dazu lehnt man sich wie auf einem Segway ganz leicht nach vorne und schon geht es untermalt von einem ganz leisen Surren und bis zu 15 km/h schnell los.

Verschiedene Fahrmodi per App steuerbar

Über die für Android und iOS erhältliche App könnt ihr unter anderem Geschwindigkeit, Akkustand und zurückgelegte Strecke ablesen sowie aus drei Fahrstufen wählen.

In der kostenlos für Android und iOS erhältlichen IO Hawk-App könnt ihr drei verschiedene Fahrmodi (Anfänger, Normal, Fortgeschritten) auswählen. Wer noch nie auf einem Hoverboard stand, wählt besser direkt den Anfängermodus. Dann wird unter anderem die Geschwindigkeit begrenzt und das Board reagiert generell weniger giftig.

Außerdem erlaubt die anfänglich fehlerhafte, nach einem Update jedoch konstant laufende App das Tracking der zurückgelegten Strecke, die gefahrenen Kilometer oder die aktuelle Geschwindigkeit. Auch einen Blick auf die Restkapazität des Akkus gewährt die App, doch das geht direkt am Board einfacher.

Damit ihr nicht mitten in der Stadt oder im Gelände mit leerem Akku stehen bleibt und das über 14 Kilogramm schwere Gefährt nach Hause tragen müsst, signalisieren LED auf der Oberseite den Ladestand.

Das geht im Gelände …

Ganz klar - unser Testgerät ist geländegängiger, als die meisten anderen Hoverboards. Mit ein wenig Übung (und Schwung) packen die Grobstoller locker unebenen Waldboden, Sand, Kopfsteinpflaster und Fahrbahnunebenheiten. Selbst abgesenkte Bordsteinkanten sind machbar. Dank IPX4-Zertifizierung müsst ihr keine Angst vor einsetzendem Regen oder dem Durchfahren einer Pfütze haben.

… und das eher nicht

Bei normalen Bordsteinkanten reicht weder die an sich beeindruckende Motorleistung, noch die Bodenfreiheit von 30 Millimetern aus, um die neumodische Elektrofuhre über das Hindernis zu hieven. Auch solltet ihr tierisch aufpassen, in unwegsamem Gelände nicht versehentlich an einem Stein oder einer Wurzel hängen zu bleiben.

IO Hawk Cross im Test

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Wenn wir an ein Offroad-Hoverboard denken, wünschen wir uns automatisch eine bessere Federung sowie mit Luft gefüllte Reifen. Beides würde allerdings die sensible Steuerelektronik ungünstig beeinflussen (unterschiedlicher Luftdruck in den Reifen) und ist daher technisch kaum umsetzbar.

Technische Daten IO Hawk Cross

  • Gewicht: 14,5 Kilogramm
  • Tragkraft: 20 bis 120 Kilogramm
  • Maximalgeschwindigkeit: 15 km/h
  • Batterie-Typ: Lithium Ionen
  • Reichweite: 15 bis 20 Kilometer
  • Ladedauer: 2 bis 3 Stunden
  • Steigfähigkeit: 15 Grad
  • Wasserschutz: IPX4
  • Besonderheiten: Eingebaute Lautsprecher, per App steuerbar, UL2272-Zertifizierung
  • Einführungspreis: 850 Euro
  • Lieferumfang: Board, Netzteil, Tragetasche
  • Im Straßenverkehr zulässig: ja (mit Kennzeichen, Haltestange, Licht)

Teilnahme im Straßenverkehr

Wenn ihr den IO Hawk Cross aus der Verpackung befreit habt, dürft ihr nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Doch stellt der Hersteller entsprechendes Zubehör in Aussicht, die das Hoverboard in eine Art Segway verwandeln. Letztere dürfen mit Lichtanlage und Versicherungskennzeichen auf deutschen Straßen unter Auflagen fahren.

An den Aluminiumschutzblechen des Cross finden sich bereits entsprechende Aufnahmen für Kennzeichen und Licht. Die zwingend erforderliche Lenkstange kündigt IO Hawk als aufpreispflichtiges Zubehör an. Derzeit steht der Hersteller noch mit den deutschen Behörden bezüglich einer Zulassung in Verhandlung.

Das ist uns sonst noch aufgefallen

Die eingebauten Bluetooth-Lautsprecher sind ja vielleicht nett gemeint. So könnt ihr während der Fahrt Musik von eurem Smartphone ans Hoverboard streamen (während der Fahrt bitte nicht aufs Handy schauen). Die Maximallautstärke ist kräftig genug, um Aufsehen zu erregen. Dass der IO Hawk Cross aber jedes Mal, wenn wir ihn einschalten den Satz "Waiting for Bluetooth-Connection" über die Speaker bei voller Lautstärke in die Welt posaunt, hat uns im Test gestört.

Im Extremtest: Acton RocketSkates

Ihr wollt euch statt Hoverboard lieber "Raketenrollschuhe" an die Füße schnallen? Dann biegt kurz hier ab.

Zum Lieferumfang gehört eine praktische Transporttasche. Sie bietet sich vor allem für einen Transport des (dreckigen) Hoverboards im Auto an. Wer plant, das Board etwa für den täglichen Weg zur Arbeit einzusetzen sollte vorher genau prüfen, ob und wenn ja wie viele Treppenstufen es zu bewältigen gilt. Denn das Hochwuchten des Gadgets könnte man schon als Sport bezeichnen.

Fazit

Das Fahren mit dem IO Hawk Cross ist erstaunlich intuitiv und bereitet eine Menge Spaß. Ihr solltet euch jedoch angesichts des hohen Preises genau überlegen, wo und wie ihr ein Hoverboard einsetzen könnt, wollt und dürft.

IO Hawk-Cross
9
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