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Bluetooth: Geräte verbinden, Reichweite und Spezifikationen

Bluetooth

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von Michael Knott
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Via Bluetooth verbindet ihr euer Smartphone mit der Freisprechanlage im Auto oder dem Sonos-Lautsprecher im Bad. Doch wie funktioniert der Funkstandard eigentlich? Was könnt ihr bei Verbindungsproblemen tun und ist die ständige Bluetooth-Strahlung nicht gesundheitsgefährdend? Netzwelt klärt für euch die wichtigsten Fragen rund um Bluetooth.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie funktioniert Bluetooth?
  2. Pairing: Bluetooth-Geräte verbinden
  3. iPhone und iPad via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden
  4. Bluetooth-Geräte unter Android miteinander verbinden
  5. PC oder Mac via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden
  6. Bluetooth: Kategorien und Standards
  7. Bluetooth 4.0 Low Energy
  8. Bluetooth 5
  9. Bluetooth nachrüsten - so geht's
  10. Ist Bluetooth gesundheitsgefährdend?

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, in der ihr euer Mobiltelefon aufwendig mit dem Rechner verkabeln musstet, um Daten vom einen Gerät, auf das andere zu übertragen? Den Entwicklern bei Ericsson in Schweden ging es 1994 ganz genau so. Sie suchten nach einer Möglichkeit, dem Kabelwirrwarr ein Ende zu bereiten und entwickelten schließlich den drahtlosen Funkstandard Bluetooth. Der Name leitet sich mittelalterlichen, dänischen König Harald Blatand ab, und bedeutet so viel wie "Blauzahn".

Lösungen für die häufigsten Bluetooth-Probleme
Lösungen für die häufigsten Bluetooth-Probleme Tipps Das ist nötig, damit die kabellose Welt funktioniert Via Bluetooth lassen sich allerlei Geräte miteinander schnell und einfach verbinden - zumindest in der Theorie. In der Praxis schlägt der Kopplungsversuch häufig fehl. Wir präsentieren euch daher Lösungen für die häufigsten Bluetooth-Probleme. Jetzt lesen

Heutzutage trifft man König Blauzahn unter anderem in Tastaturen, Handys, Organizern und Freisprecheinrichtungen wieder. Vor allem im Audio-Bereich wird Bluetooth immer beliebter: Bluetooth-Lautsprecher und Bluetooth-Kopfhörer garantieren komfortablen Musikgenuss ohne Kabelsalat.

Wie funktioniert Bluetooth?

Die Verbindung zwischen zwei Bluetooth-fähigen Geräten erfolgt im so genannten ISM-Band. Dies ist übrigens das gleiche Frequenz-Band, welches auch elektronische Garagentore öffnet, und schnurlose Telefone klingeln lässt. Damit sich aber beim Tippen auf der drahtlosen Tastatur nicht plötzlich das Garagentor öffnet, und der nagelneue BMW zum Diebesgut wird, gibt es verschiedene Sicherheitsvorkehrungen.

Bluetooth ist ein Funkstandard zur kabelosen Verbindung von Geräten.
Bluetooth ist ein Funkstandard zur kabelosen Verbindung von Geräten. (Quelle: Google Play)

Damit es nicht zu Interferenzen, also einer Überlagerung mehrerer Funkwellen kommt, wechseln Bluetooth-Geräte in sehr kurzem Abstand immer wieder die Frequenz. Hierzu wird das verfügbare Frequenzband in 78 Abschnitte unterteilt. In Ein-Megaherz-Schritten wird die Frequenz dann bis zu 1.600 Mal in der Sekunde geändert. Dies gewährleistet in den meisten Fällen ungewollte Zwischenfälle. Theoretisch können bis zu acht aktive Geräte über Bluetooth verbunden werden. Ein Gerät kann sogar in zwei Netzen gleichzeitig aktiv sein.

Pairing: Bluetooth-Geräte verbinden

Der Kopplungsvorgang unterscheidet sich von Gerät zu Gerät und hängt vom jeweiligen zu koppelnden Gerät ab. Voraussetzung auf allen Geräten sind aktuelle Treiber. Bei Smartphones, Tablets, Navis und Co. müsst ihr euch hier weniger Gedanken machen, koppelt ihr allerdings einen PC - egal ob Mac, Windows oder Linux - solltet ihr vorher kontrollieren, dass ihr alle benötigten Treiber installiert habt. Habt ihr einen integrierten Bluetooth-Empfänger auf eurem Mainboard, liegen die Treiber diesem bei, bei externen Bluetooth-Sticks, müsst ihr diese separat installieren.

Bluetooth-Geräte miteinander verbinden
Bluetooth-Geräte miteinander verbinden Anleitungen Mittels Bluetooth könnt ihr Daten drahtlos zwischen verschiedenen Geräten austauschen. Netzwelt verrät euch, wie ihr mit verschiedenen Geräten eine Bluetooth-Verbindung herstellt. Zu den Anleitungen

Danach folgt der Kopplungsvorgang. In der Regel läuft dieser immer gleich ab: Zunächst aktiviert ihr Bluetooth auf dem ersten Gerät, danach macht ihr das gleiche auf dem zweiten Gerät. Jetzt solltet ihr in den Einstellungen des ersten Geräts bereits das zweite Gerät sehen und die Kopplung initiieren können. Danach sollte ein Dialog erscheinen, der die Bluetooth-PIN abfragt. Gebt diese ein und die Geräte sind miteinander verbunden.

iPhone und iPad via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden

Verschiedene Bluetooth-Anleitungen erklären euch, wie ihr einen Lautsprecher oder Kopfhörer mit eurem iPhone oder iPad verbindet. Zusätzlich erfahrt ih, wie ihr eure iPhone mit dem Auto verbindet oder bei etwaigen Verbindungsproblemen dem Fehler auf die Schliche kommt.

Bluetooth-Geräte unter Android miteinander verbinden

Auch Android-Smartphones haben Bluetooth um mit anderen Geräten zu kommunizieren oder mit diesen Daten auszutauschen. In dieser Anleitung erklären wir euch, wie ihr Android-Geräte via Bluetooth miteinander verbindet.

PC oder Mac via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden

Unter macOS und Windows könnt ihr ebenfalls Bluetooth-Geräte verbinden. Achtet hier auf die eingangs erwähnten Treiber, diese sollten auf jeden Fall aktuell sein ansonsten kann es zu Verbindungsproblemen kommen. Bei Tastaturen oder Mäusen ist das dann weniger vorteilhaft.

Bluetooth: Kategorien und Standards

Die Reichweite eines aktiven Bluetooth-Gerätes hängt von der jeweiligen Geräte-Kategorie ab. Hierbei unterscheidet man drei Klassen, die sich im Wesentlichen von ihrer Sendeleistung untereinander unterscheiden. Geräte der Klasse I besitzen immerhin eine maximale Reichweite von 100 Metern. Bluetooth-Geräte der Klasse II bringen es auf bis zu 20 Meter, und die geringste Reichweite bieten mit zehn Metern die Geräte der Klasse III. Geräte der Klasse I senden mit einer Leistung von 100 Milliwatt. Zum Vergleich: Ein WLAN-Sender arbeitet mit einer Leistung von circa 300 Milliwatt. Die Reichweite ist im Vergleich jedoch deutlich höher als bei anderen Techniken - etwa NFC.

Bluetooth 4.0 Low Energy

Im Handel gibt es verschiedene Version des praktischen Schnurlosfunkes. Die aktuelle Version ist Bluetooth 4.0. Sie enthält das Zusatzprotokoll "Bluetooth Low Energy, das auch als Bluetooth Smart oder Bluetooth LE bezeichnet wird. Dadurch wird der Stromverbrauch einer Bluetooth-Verbindung extrem gesenkt. Zum Bluetooth-Standard 4.0 gibt es mittlerweile diverse Erweiterungen. So wurde mit den Versionen 4.1 und 4.2 Sicherheit, Übertragungsgeschwindigkeit und Stromverbrauch weiter reduziert.

Die Bluetooth-Standards sind in der Regel zueinander kompatibel. Das heißt ein Bluetooth 4.0-Gerät kann auch mit einem Bluetooth 3.0-Gerät kommunizieren und umgekehrt. Eine Ausnahme stellen Bluetooth-Geräte dar, die ausschließlich über das Low Energy-Protokoll kommunizieren. Sie sind mit älteren Standards als 4.0 nicht kompatibel. So setzen zum Beispiel viele Smartwatches und Fitness-Tracker ein Bluetooth 4.0-fähiges Smartphone voraus.

Bluetooth 5

Dank einem optimierten Antwortverhalten soll Bluetooth 5 auch in den Bereichen Navigation, Lokalisierung und Internet der Dinge eine größere Rolle spielen. Navigation auf Basis von Bluetooth ist bereits jetzt möglich, und zwar mit dem proprietären Standard iBeacon von Apple, der von aktuellen iOS- und Android-Geräten unterstützt wird. Im Gegensatz zu GPS ermöglicht die Lösung das Navigieren in geschlossenen Räumen. Die ersten Geräte mit Bluetooth 5 sollen Ende des Jahres beziehungsweise Anfang des kommenden Jahres in den Handel kommen.

Die Bluetooth Special Interest Group (Blueotooth SIG) hat einen neuen Standard verabschieden. Er hört auf den Namen Bluetooth 5 und soll unter anderem Verbesserungen bei Reichweite und Transfergeschwindigkeit bringen. Die Bluetooth SIG verspricht eine Verdoppelung der Geschwindigkeit und eine Vervierfachung der Reichweite für Übertragungen.

Bluetooth nachrüsten - so geht's

Ihr besitzt ein Gerät, dass kein Bluetooth unterstützt? Kein Problem. Ihr könnt den Funkstandard ganz einfach mithilfe eines Bluetooth-Adapters nachrüsten.

Ist Bluetooth gesundheitsgefährdend?

Ob und wie stark diese Funkstrahlen gesundheitsgefährdend sind, kann zurzeit noch niemand genau sagen; entsprechende Studien fehlen noch. Da die Sendeleistung aber nicht sonderlich hoch ist, sollte man sich nicht all zu viele Sorgen machen.

Bewertung

8

Bluetooth: Top oder Flop?

Die Wertung liegt aktuell bei 8 von 10 möglichen Punkten bei 82 abgegebenen Stimmen.
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  1. Gastkommentar · 

    mein zte erkennt kein bluetooth von meinen bose kopfhörern nicht. Was tun?

  2. Gastkommentar · 

    Ich hab ein Problem mit meinem Oneplus 5 ... Der will meine Skullcandy crusher einfach h nicht erkennen und trotzdem ich den Bluetooth Typ gewechselt hab erkennt mein Handy nicht Mal dass ein Gerät anwesend ist ...

    1. Gastkommentar · 

      Ich hab genau die selbe Gerätekombi. Bei mir funktioniert das verbinden fast immer Problemlos. Manchmal muss ich nur Bluetooth am OP5 aus und wieder einschalten und dann klappt auch das paaring mit dem Skullcandy Crusher

  3. DonWielando · 

    Ich hab in meinem Auto Bj. 2006 eine fest verbaute Freisprecheinrichtung mit Bluetooth, welcher Standard, das weiß ich nicht sicher, vermtl. aber noch 1.1. Ist dieser alte Bluetooth-Standard mit dem 4.0 von meinem Handy kompatibel? Die Verbindung ist grottenschlecht und reißt immer ab. Wenn doch kompatibel, muss ich nach weiteren Fehlerquellen suchen.

  4. OliverPeter · 

    Wir haben uns heute eine neue Bluetooth-Lautsprecherbox gekauft. Mit einem Samsung Galaxy J 5 funktioniert sie problemlos. Mit einem Galaxy S 6 geht sie nicht, weil sie nicht in der Liste der Bluetooth-Geräte erscheint. Woran könnte das liegen?

    1. netzwelt730 · 

      Hi Oliver, versuche einmal folgendes: Die Verbindung zwischen Galaxy J 5 und Bluetooth-Lautsprecher trennen und in den Systemeinstellungen löschen. Anschließend den Kopplungsvorgang zwischen Galaxy S6 und Speaker starten. Gut möglich, dass dein Speaker sich nicht mit mehreren Smartphones verbinden kann.

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