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Netflix: Streaming-Dienst birgt großes Risiko für Gmail-Nutzer

Entwickler zeigt neue Betrugsmasche

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von Alexander Kant
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Ihr seid Netflix-Kunde und nutzt zum Anmelden eine Gmail-Adresse? Dann solltet ihr bei eingehenden Nachrichten vom Streaming-Dienst etwas genauer hinschauen. Andernfalls könntet ihr schnell Opfer von Betrügern werden.

Wie ihr sehen könnt, sollte die Netflix-Mail nicht an "jameshfisher@gmail.com", sondern an "james.hfisher@gmail.com" gehen.
Wie ihr sehen könnt, sollte die Netflix-Mail nicht an "[email protected]", sondern an "[email protected]" gehen. (Quelle: jameshfisher.com)

Netflix-Nutzer, die eine Gmail-Adresse zur Registrierung nutzen, können laut dem britischen Entwickler James Fisher schneller Opfer von Betrügern werden. In seinem Blog-Eintrag schreibt er über das "Dots-don't-matter"-Feature von Gmail. Dieses Feature ist der Kernpunkt des folgenden Problems im Zusammenhang mit Netflix.

"Dots-don't-matter"-Feature von Gmail

Der Entwickler hat nämlich an seine Gmail-Adresse ([email protected]) eine Mail von Netflix zu geschickt bekommen. Diese fordert ihn auf aufgrund Schwierigkeiten mit Zahlungen seine Zahlungsdaten zu überprüfen. Weiterhin führt der Link in der Mail zu einer legitimen Netflix-Seite. Erst bei der Nennung der abgelehnten Kreditkarte fiel ihm der Unterschied auf: Die Mail wurde eigentlich an "[email protected]" verschickt.

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Hier zeigt sich nun das Problem des "Dots-don't-matter"-Feature von Gmail. Egal ob der Sender der Mail "jam.eshfisher" oder "jameshfish.er" einträgt, die Mail wird immer an "jameshfisher" verschickt. Denn Punkte in einer Gmail-Adresse werden ignoriert. Dadurch kann niemand euren Nutzernamen übernehmen, denn ihr besitzt somit auch alle Versionen eurer Adresse, die einen Punkt innehaben.

Betrüger könnten leichtes Spiel haben

Laut Fishers Ausführungen könnten Betrüger jetzt ein Netflix-Account suchen, der mit einer Gmail-Adresse verknüpft ist - zum Beispiel "[email protected]". Die Betrüger eröffnen nun einen eigenen Netflix-Account auf die Gmail-Adresse "marko.schmitt" und tragen eine Wegwerf-Kreditkartennummer ein. Hat Netflix diese Karte verifiziert, können die Betrüger diese löschen. Nun müssen die Kriminellen nur noch auf die erste Zahlung und die Fehler-Benachrichtigung an "[email protected]" warten.

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Dieser denkt, seine Zahlung sei bei seinem Account nicht abgebucht worden und er gibt seine Kreditkartennummer in den Account der Betrüger ein. Nun können die Betrüger die aktive Mail-Adresse ihres Netflix-Accounts zu "[email protected]" ändern und "markoschmitt" wieder aus dem Account werfen. Damit haben die Betrüger einen eigenen Account mit der Kreditkartennummer von "markoschmitt", welcher fleißig für die Filme und Serien von den Kriminellen zahlt.

Mögliche Lösungen

Ein Lösungsvorschlag für das Problem ist laut dem Entwickler unter anderem ein Warnhinweis in den Mails von Netflix, wurde diese an eine Nicht-Standard-Mail gesendet. Dafür müssten Nutzer eine Standard-Mail-Adresse hinterlegen. Weiterhin würde auch eine Deaktivierung des "Dots-don't-matter"-Feature des Freemailers seitens Google helfen.

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