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Phishing via Messenger: Immer mehr Kontakte fallen "YouTube-Virus" zum Opfer

Wenn Freunde einen angeblichen Videolink schicken

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von Alexander Kant
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Immer mehr Kontakte fallen der Masche zum Opfer. Betrüger verschicken über gehackte Facebook-Konten via Messenger angebliche Links zu einem YouTube-Video. Die harmlos anmutende Nachrichten sind allerdings gefährliche Phishing-Links, die auf eure Daten zielen. Das Perfide: Die Nachrichten stammen von euren Freunden.

Dies ist eine der aktuellen Nachrichten im Messenger, die ein Redaktionsmitarbeiter von einem Kontakt zugeschickt bekommen hat.
Dies ist eine der aktuellen Nachrichten im Messenger, die ein Redaktionsmitarbeiter von einem Kontakt zugeschickt bekommen hat. (Quelle: netzwelt/screenshot)

Ihr habt via Facebook Messenger einen Link zu einem angeblichen YouTube-Video von einem Kontakt zugeschickt bekommen? Dann solltet ihr genauer hinschauen, denn aktuell machen verstärkt dubiose Nachrichten auf Facebook die Runde und dies schon für eine ganze Weile. Wie die Fake-Webseite Mimikama berichtet, fallen reihenweise ganze Facebook-Freundeskreise dieser Masche zum Opfer.

Die Polizei warnt durchgehend vor der Masche

Sogar die Polizei Niedersachsen warnt vor den dubiosen Facebook Messenger-Nachrichten. Versandt wird die entsprechende Nachricht ungewollt von Facebook-Kontakten, die bereits Opfer der Masche sind. Die enthält euren Namen und verweist auf ein Video, für welches ihr einen Link anklicken sollt. Hierbei handelt es sich um einen Short-Link, dieser schickt euch direkt zu einer falschen Facebook-Log-in-Seite weiter. Gebt ihr eure Daten ein, haben die Betrüger vollen Zugriff auf euer Konto.

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Dann geht das Spiel von vorne los und die nächsten Kontakte erhalten diesen angeblichen Link zum YouTube-Video. Der betroffene Nutzer kann im Nachhinein nur noch sein Facebook-Passwort ändern, seine Kontakte informieren und sollte gegebenenfalls auch Facebook direkt kontaktieren. Dies könnt ihr über die verlinkte Webseite tun.

Weitere Messenger-Maschen

In einer anderen Masche aus dem Monat August 2017 schickt euch der Link zur Google Drive weiter, wo ihr dann eine Art Videoplayer zu sehen bekommt. Wer versucht das "Video" abzuspielen, wird dazu aufgefordert, Zusatzsoftware zu installieren, die angeblich für die Videowiedergabe benötigt wird. Hierbei handelt es sich um einen Virus, der keine Videowiedergabe ermöglichen wird, auf eurem Computer aber erheblichen Schaden anrichten kann. Wie die auf Websicherheit spezialisierte neuseeländische NGO "Netsafe" gegenüber "TVNZ" berichtet, sammelt die Schadsoftware persönliche Daten und Passwörter.

Diese Nachricht verbreitete sich im Oktober 2017 via Facebook Messenger.
Diese Nachricht verbreitete sich im Oktober 2017 via Facebook Messenger. (Quelle: tvnz.co.nz)

Einige Varianten sollen zudem die Festplatte verschlüsseln, sodass der Nutzer aus dem System ausgesperrt ist. Wer einmal vom Virus befallen ist, beginnt zudem ungewollt, identische Nachrichten per Facebook Messenger an die eigenen Kontakte zu versenden.

Wie schütze ich mich?

Laut Netsafe besteht auch die Gefahr für Nutzer ungewollt Zusatzsoftware zu installieren - hierbei handele es sich mit Sicherheit um Malware. Gefährlich kann diese vor allem auf Windows-Rechnern sein. Gegebenenfalls besteht auch eine Gefahr für macOS-Nutzer, sofern diese die Installation von Inhalten Nicht-verifizierter Entwickler in den Einstellungen zulassen. Für iOS-Systeme besteht keine Gefahr. Wer lediglich den Link angeklickt hat, nicht aber weitere Software installiert hat, sollte vorsichtshalber einen Virenscan durchführen. Wer nichts angeklickt hat, braucht sich keine Sorgen um die eigene Sicherheit machen.

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So entfernt ihr Viren vom System Artikel Schutz gegen Schadsoftware Was tun gegen Malware? Und helfen Tools wie Malwarebytes Anti-Malware? Netzwelt erklärt, wie ihr Schadsoftware effektiv unter Windows und macOS entfernen könnt. Alle Infos

Wer Opfer des Virus ist, sollte als erstes von einem nicht befallenen Gerät aus alle Passwörter für Web-Dienste und Co ändern. Im Anschluss solltet ihr euer System gründlich vom Virus befreien. Über aktuelle Gefahren, die im Internet auf euch lauern, hält euch unser Betrugswarnungsticker auf dem Laufenden.

Statement von Facebook

Auch Facebook versucht, Nutzer vor solchen Nachrichten zu schützen. Ein Sprecher des Sozialen Netzwerkes erklärte gegenüber netzwelt: "Wir haben eine Reihe automatisierter Systeme, um zu verhindern, dass schädliche Links und Dateien auf Facebook auftauchen. Wenn wir vermuten, dass ein Computer mit Malware infiziert ist, bieten wir demjenigen einen kostenlosen Anti-Viren-Scan von einem unserer Partner an." Details hierzu finden Nutzer im Hilfebereich von Facebook.

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  1. Thomas F. · 

    Wer auf so etwas IMMER NOCH herein fällt, sollte einen Intensivkurs in Sachen "Malware und Betrügereien im Internet" belegen und bis dahin keine sozialen Netzwerke mehr besuchen, natürlich auch keinen Messenger bedienen. Denn solche Leute sind nicht fähig, mit diesen Techniken umzugehen und werden ein Teil des Problems.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Facebook, Windows, Betrug, Malware und Aktuelle Betrugswarnungen versehen.

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